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Am 08.11.2011 begann Schleppi in der Rubrik Montagsspiele eine Diskussion zum Thema 07.11.2011 - Gespielte SpieleDazu gibt es bisher 4 Beiträge. Der letzte Beitrag erfolgte 21.11.2011 09:38:53. | ||
Schleppi schrieb 08.11.2011 10:17:47 dazu:
Spiel: Feudalherren
Mitspieler: Barbara, Bernd, Frank, Schleppi, Uli Feudalherren ist laut eigener Aussage ein strategisches Glücks-Würfelspiel. Und das trifft es eigentlich auch sehr gut. Jeder Spieler hat seinen eigenen Spielplan mit einem Raster von 49 Feldern auf denen er im Laufe des Spiels Plättchen ablegen darf. Diese bringen je nach Typ Rohstoffe, Siegpunkte oder andere Vorteile. Zu Beginn einer jeden Runde wird mit 2 W8 gewürfelt und damit ermittelt in welchem Gebiet auf den Plänen Erträge anfallen. Dies kann mehrmals geschehen wenn einer der beiden Würfel eine 8 zeigt oder wenn es einen Pasch gab. Danach deckt man eine Ereignis-Karte auf mit der die Mitspieler meistens vom König mit irgendwelchen Forderungen genervt werden (Rohstoffe abgeben, in den Krieg ziehen, Überfälle, Steuern etc.). Hat man auch dies überstanden kann man sich ein neues Plättchen für sein Fürstentum kaufen um die Chance auf Erträge zu erhöhen. Während in diesen Phasen alle Spieler beteiligt waren, kann der aktive Spieler nun allein 2 Aktionen ausführen. Dabei darf er ein beliebiges Plättchen in seinem Fürstentum werten oder ein spezielle Baron-Aktion ausführen. Dies sind meistens Zocker-Aktionen wo ein Würfelwurf über Erfolg und Mißerfolg entscheidet. Entweder man versucht eine Liebschaft mit dem König oder Königin (je nach Vorliebe), man sabotiert einen Mitspieler indem man ihm ein Plättchen zerstört (50% Chance und kostet Gold) oder man greift an. Je nach Ergebnis bekommt man vom Unterlegenen Rohstoffe oder einen Siegpunkt. Zum Schluß muss man noch seine Plättchen ernähren und dann wechselt der aktive Spieler zum nächsten Spieler usw. Das Spiel endet wenn ein Spieler eine vorher festgelegte Punktzahl erreicht hat. Fazit: Dieses Spiel war eigentlich eher ein Blindkauf und hat mich bisher positiv überrascht. Es wurde schon oft der Vergleich mit den Siedlern von Catan bei diesem Spiel bemüht. Tatsächlich gibt es einige Gemeinsamkeiten. Man erwürfelt die Rohstoffe und es wird eigentlich immer auf den Führenden drauf gehauen ;-) Kritiker werden den Glücksfaktor natürlich heranführen. Ich finde aber nach nun 3 Partien, das dieser sich doch im Rahmen hält. Klar, ist er immer noch recht hoch, aber wenn man beim Auswürfeln der Zahlen leer ausgeht, hat man immer noch die beiden Baron-Aktionen in denen man sicher Erträge erhält. Alles andere ist eher ein Abschätzen der Wahrscheinlichkeiten. Okay was bringt mir eine 80% Erfolgschance wenn ich dann doch die 20% würfle? Aber ich finde den Glücksfaktor gemessen an der Spieldauer (ca. 60 Minuten) doch okay und es macht irgendwie Spaß mal nicht immer alles 100% planen zu können. Sicher - in unserer Partie habe ich davon profitiert, dass Barbara 3 x den Ertragswurf wiederholen musste und ich bei dem jedem Wurf einen Siegpunkt bekam. So lag ich plötzlich nur noch 1 Punkt vor dem Sieg (13 Punkte). Und bei Uli's nächsten Wurf bekam ich zwei weitere dazu. Allerdings wurde ich auch nicht angegriffen und dies wird meinen Mitspieler sicherlich nicht noch mal passieren ;-) | ||
Schleppi schrieb 08.11.2011 10:19:36 dazu:
Spiel: Quarriors
Mitspieler: Barbara, Schleppi, Uli Und da ja Würfel anscheinend IN sind kam dann auch noch Quarriors zum Einsatz. Beschreiben kann man es ganz einfach - Dominion mit Würfeln. Auch hier hat man eine Währung (Kraft) und kauft sich damit weitere bessere Würfel und bildet so sein Würfel-Deck. Bei jeder Partie liegen 3 Grundwürfelarten, 3 Zauberspruch-Würfel und 7 Kreaturen-Würfel aus. Von jeder Art gibt es 5 Würfel und auf einer Karte ist angegeben was diese Würfel können. Anders als bei Dominion kann man hier aber nicht sicher sein was man genau bekommt wenn man den Würfel einsetzt. Denn so haben Kreaturen-Würfel nicht nur eben eine solche Kreatur darauf, sondern auch 1-3 Seiten mit Kraftpunkten. Was nützt also eine superstarke Kreatur wenn man immer nur die Seite mit den Kraftpunkten würfelt... So stellt man sich nach und nach ein Deck aus Würfeln zusammen die immer wieder aus einem Stoffbeutel gezogen werden. Im Gegensatz zu dem großen Karten-Bruder kommt hier auch noch ein interaktiver Part hinzu. Denn in jedem Zug kann man Kreaturen (wenn man sie gewürfelt hat) beschwören und in eine Art Kampfzone schicken. Wenn man dies tut, greifen diese Kreaturen erst einmal alle anderen Kreaturen in den Kampfzonen der anderen Spieler an. Besiegt man diese, müssen die Spieler diese Würfel ablegen, verliert der Angreifer passiert nichts. Hat man nun zu Beginn seines Zuges immer noch Kreaturen in seiner Kampfzone (sie haben also eine ganze Runde überlebt) werden diese gewertet und in Siegpunkte umgewandelt. So wird dann gespielt bis ein Spieler die erforderlichen Punkte gesammlet hat oder bis von 4 Kreatur-Arten alle Würfel gekauft wurden. Fazit: Ja es ist Dominion mit Würfeln, aber es spielt sich doch anders da man erst Punkte kassiert wenn man seine Kreaturen eine Runde durchbringt. Das ist natürlich eine etwas destruktivere Spielweise als beim Spiel des Jahres 2010. Auch die Tatsache das man bei den ersten Partien immer wieder auf den Karten nachschauen muss was die Würfel so können, hemmt erst einmal ein wenig den Spielfluss. Doch mit jeder weiteren Partie steigt der Spaß zumindest bei mir an. In unsere Runde ging es sehr eng zu und lagen alle so bei 9 Punkten. Als ich dann aber meinen Erdbeben-Drachen (nicht wie ich annahm Erdbeer-Drache) erfolgreich durchbrachte und ich an dem noch einen Zauberspruch angehängt habe der 2 Extrapunkte einbrachte, konnte ich mit diesen 6 Punkten das Spiel nach ca. 30 Minuten gewinnen. | ||
Frank schrieb 08.11.2011 20:12:22 dazu:
Mich hat "Feudalherren" auch ganz gut unterhalten. Auch wenn die Regelerklärung überraschend lange dauert, vermittelt es doch eine gewisse Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die an einem Montagabend gerade recht kommt. Auf der Verpackung wird sogar damit geworben, dass Würfel enthalten sind. Vor drei Jahren noch undenkbar, jetzt plötzlich ein Qualitätsmerkmal.
Die Spielergemeinde entdeckt scheinbar das Unvorhersehbare, ja die Freude am Zufall und an den Emotionen in der kurzen Spanne des Augenblicks, wenn Fortuna an ihrem Schicksalsrad dreht und die Welt für einen Moment den Atem.. ...naja, geht jetzt vielleicht doch etwas weit. Nettes Spielchen, für mich ganz ohne Siedlergefühl. | ||
Jost aus Soest schrieb 21.11.2011 09:38:53 dazu:
Nur der Vollständigkeit halber: Die aktuelle Bördekönigin und das ehemalige Jägerken haben auch was gespielt! :o)
Kingsburg Mitspieler: Ann-Kathrin, Jost, Thomas, Tobias Das war mal wieder eine Abwechslungsreiche Partie: Gleich im Winter des ersten Jahres verloren vier von uns den Kampf und somit zwei Rohstoffe! So konnte sich Tobias einen Vorteil verschaffen, welcher bis zum Spielende klug verwaltet wurde (insbesondere für einen Kingsburg-Neulng). Am Ende gab es dann zwei punktgleiche Sieger: Tobias & Jost. Resumee: Trotz Würfelpech konnte ich immerhin noch 45 Punkte erreichen (normal sind bei mir 50 bis 55), was zeigt, dass der Glücksfaktor zwar vorhanden, aber selten spielentscheidend ist! ;o) | ||