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Am 25.10.2011 begann Schleppi in der Rubrik Montagsspiele eine Diskussion zum Thema 24.10.2011 - Gespielte SpieleDazu gibt es bisher 6 Beiträge. Der letzte Beitrag erfolgte 25.10.2011 17:27:02. | ||
Schleppi schrieb 25.10.2011 09:52:46 dazu:
Spiel: 011
Mitspieler: Barbara, Christine, Jörg, Raimund, Schleppi, Sven Tja, die erste Spielerunde nach der Messe war aus vielen Gründen eine ganz besondere. Neben dem schon ungewöhnlichen Spieletitel "011" war auch das Spiel selbst, sowie diese Mitspielerrunde sehr speziell ;-) Auf jeden Fall haben wir uns in Maximalbesetzung von 6 Spielern daran versucht, die Orgel der Ewigkeit in den Straßen von Turin zu finden um auf ihr eine magische Melodie zu spielen und damit den Untergang der Welt zu verhindern. Dumm aber das nur der Auserwählte dies darf.... Im Prinzip ist 011 ein Deduktionsspiel ala Ikognito, Das Geheimnis der Abtei usw. kombiniert mit ein bißchen Scotland Yard. Es gibt 8 Spielfiguren auf dem Stadtplan die jeder Spieler steuern kann. Dabei gilt es herauszufinden welche dieser 8 Personen der Auserwählte ist. Zweites Ziel ist es den genauen Standort der Orgel zu finden und letztendlich auch die komplette magische Melodie zu komponieren. Wer all diese drei Ziele zusammen bringt gewinnt das Spiel. Oder aber man ist der Spieler der nach vier Spielrunden der Macht des bösen Wolfgotts Fenrir verfällt und stattdessen ab sofort den Auftrag hat den Auserwählten zu töten... Egal welches Ziel man verfolgt, man sucht sich jede Runde einen der insgesamt 8 Charaktere aus und führt mit diesem eine Aktion durch. Dabei bewegt man sich über den Stadtplan, zieht bei anderen Spielern Karten um die Identität des Auswerwählten heraus zu bekommen, zieht Forschungsplättchen um den Standort der Orgel zu bestimmen oder komponiert an der magischen Melodie weiter. Dazu betätigt man drei ineinander greifende Zahnräder die angeben welche Aktion und Bewegungsweite man in diesem Zug hat. Ist der Standort der Orgel erst mal bestimmt und hat man auch genügend Noten für die Melodie gesammelt, kann man versuchen das Spiel zu beenden indem man den Auserwählten benennt. In unserer Partie hat Jörg dies in der 6. Runde(?) versucht obwohl er noch nicht genau wusste wer es ist, da er noch drei der acht Charaktere nicht gefunden hatte. Da ich selbst aber schon ziemlich genau wusste wer es ist und es sonst danach versucht hätte, riskierte er es und hatte richtig getippt. Die Welt dankt ihrem Retter JFK!!! Fazit: Tja, da man bei 5 Mitspielern doch sehr viele Fragen beantworten muss und kaum mal dazu kommt sich auf das Spiel einzulassen, fällt es schwer eine Meinung zu bilden. Was mir auf jeden Fall gut gefällt ist die Story und die Atmosphäre des Spiels. Auch einige Mechanismen wie die Zahnräder oder das Bestimmen des genauen Orts der Orgel sind sehr interessant. Ich denke in einer etwas ruhigeren Umgebung wird mich dieses Spiel in der Tat fesseln. Aber es gibt leider auch ein paar Defizite die aber aus meiner Sicht in dem Material liegen. Denn leider ist nur sehr schwer zu erkennen welche Figur auf dem Spielplan zu welcher Person gehört, da deren Zeichen bei difusen Licht nur schlecht bis gar nicht zu erkennen sind (außer man kann sich wie Christine die Umrisse der Figuren einprägen). Was auch hilfreich wäre ist ein Notizblock auf dem die schon gefundenen Personen abgestrichen werden können. Aber diese Dinge lassen sich schnell beheben und werde ich zur nächsten Partie ändern. Mit einer Dauer von knapp 3 Stunden ist es auch etwas zu lang für einen Montag. Aber ich denke bei einer zweiten Partie ist es auch locker in 2 - 2,5 Stunden zu schaffen. Denn das man dieses Spiel die maximalen 11 Runden spielt, erscheint mir nach der ersten Partie eher unwahrscheinlich... Ich bin also bisher positiv gestimmt und sehe gerne einer neuen Partie mit verbessertem Material entgegen! | ||
Jost aus Soest schrieb 25.10.2011 10:58:05 dazu:
Der Hobbit (Kosmos)
Mitspieler: Bernd, Brigitte, Dieter, Jost und einer der beiden Brüder Das Spiel Bei diesem - nicht-kooperativen! - Familienspiel geht es wie im Buch darum, eine Reise nach Seestadt zu machen, um dort den bösen Drachen Smaug zu erlegen und dabei den großen Schatz zu heben. Dabei müssen nach und nach 4 Würfelabenteuer bestanden werden. Vor jedem Abenteuer gilt es aber, erstmal zum jeweiligen Schauplatz zu kommen. Dabei sammelt man Erfahrung sowie Nahrung, und manchmal auch den Einen Ring ein. Während der Reisephase werden nach und nach die Reisekarten aufgedeckt, bis die Hobbit-Spielfigur beim nächsten Abenteuerort angekommen ist. Es gibt drei verschiedene Arten von Reisekarten: 1. Ausrüstung, um welche die Mitspieler mit ihren Handkarten bieten, und welche einem beim Abenteuer genau einmal helfen. 2. Allgemeine Belohnung, welche die Statuswerte aller Spieler (Mut, Schlauheit, Stärke) erhöhen. 3. Bewegung ("Die Reise geht weiter!"), also auf dem Spielplan vorwärts ziehen. Der Mechanismus der Vorwärtsbewegung ist Karten-gesteuert: Alle Spieler decken gleichzeitig eine ihrer Handkarten auf, mit Zahlen zwischen 1 und 60 darauf. Der Spieler mit der niedrigsten Nummer macht mit der Hobbit-Spielfigur den ersten Schritt und erhält die auf dem Spielfeld angegebene Belohnung. Der Spieler mit der zweitniedrigsten Nummer macht dann den nächsten Schritt (inkl. Belohnung), etc. pp. Die Abenteuer bestehen jeweils aus 7 Ereignissen, welche von den Spielern abgewehrt werden müssen. Dabei dürfen nur die Spieler sich beteiligen, welche noch mindestens zwei Nahrung besitzen. Ein Ereignis gibt vor, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um das Problem zu lösen und dafür Siegpunkte zu bekommen, zum Beispiel "5 Äxte und 2 Schilde". Abhängig von seinen Statuswerten kann der Spieler schon bis zu 2 Schilder (durch seinen Mut) und 4 Äxte (durch seine Stärke) haben. Die fehlenden Elemente muss man sich mit den 5 Würfeln besorgen, wobei mit sovielen Würfeln nachgewürfelt werden darf, wie wiederum die Schlauheit vorgibt. Schafft der aktive Spieler das nicht, so verliert er oft Nahrung und der Drache Smaug nährt sich Seestadt. Da die Voraussetzung teilweise ganz schön happig werden können, darf man auch passen, so dass der nächste Spieler vor dem Problem steht. Sollte aber ein Ereignis von niemanden der Spieler gelöst werden, dann wandert der Drachen automatisch einen Schritt vor; natürlich bekommt dann niemand Siegpunkte! Erreicht der Drache Seestadt, so ist das Spiel beendet und für alle Spieler verloren! :o( Erreicht die Hobbit-Spielfigur jedoch den Berg Erebor (die Heimat des Drachens), und können dort die Ereignisse dieses letzten Abenteuers gelöst werden, ohne dass der Drache vorher Seestadt erreicht, so endet das Spiel mit einem Sieg. :o) Jeder Spieler erhält nochmal soviele Siegpunkte, wie sein schlechtestes Attribut vorgibt. Natürlich gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten! Unsere Partie Unsere erste Etappe stand unter keinem guten Stern, da sie fast nur aus Bewegungskarten bestand, so dass wir unsere Attribute nicht hochwerten konnten. Schlecht ausgerüstet ging es also ins erste Abenteuer, wo dann auch viele Ereignisse nicht gelöst werden konnten, so dass wir viel Nahrung verloren sowie der Drache einen großen Schritt Richtung Seestadt machte. Die nächsten Etappen hatten wir mehr Glück, so dass die nächsten beiden Abenteuer zwar schwierig, aber im großen und ganzen lösbar waren. Ich selbst hatte dabei allerdings viel Pech, so dass ich keine Nahrung einsammeln konnte, und somit nicht oft an Abenteuerereignisse teilnehmen durfte. Und auch dann hatte ich jedesmal großes Würfelpech - es fehlte immer nur 1 Axt oder 1 Schild. :o( Bis zum Spielende konnte ich daher nur 10 Siegpunkte einsammeln, wohingegen etwa Dieter über 20 hatte. Die letzte Etappe brachte dann die Begegnung mit Smaug, d. h. die Hobbit-Spielfigur wird sofort zum Zielfeld gestellt, um das letzte Abenteuer anzugehen. Dadurch kommt ein Spieler einmal weniger dran, und damit eine Belohnung weniger - was natürlich wieder ich gewesen bin! 8-( Aufgrund von Nahrungsmangel konnten sich nicht viele Spieler an den letzten Ereignissen beteiligen, so dass wir hilflos zusehen mussten, wie Dieter und Bernd sich die Siegpunkte teilten. Dann war nur noch das letzte Ereignis übrig und der Drache noch zwei Schritte von Seestadt entfernt: Wenn also alle Spieler passen würden, wäre das Spiel gewonnen. Allerdings lag Dieter hinter Bernd zurück und setzte alles auf eine Karte: Er verlor den Kampf und der Drache zog plötzlich zwei Schritte voran... Spielende, aus, verloren! :o( Ansonsten hätte wohl Bernd mit 30 Punkten gewonnen, gefolgt von allen anderen mit ca. 27 Punkten. (Ich hatte noch 17 Siegpunkte durch mein neidrigstes Attribut gemacht. Wäre ich genauso oft wie die anderen drangekommen, dann wären es sogar 20 Siegpunkte gewesen und damit ebenfalls Platz 1.) Resumee Vorneweg: Das Spiel hat großen Spaß gemacht, es war durchgängig spannend, auch wenn der Glücksanteil ziemlich hoch und die Planbarkeit relativ gering ist. Ziemlich nervig war allerdings, dass man u. U. im Abenteuer unverschuldet(!) nur zuschauen kann, wie die lieben Mitspieler durch gelöste Ereignisse Siegpunkte scheffeln. Hier muss unbedingt durch eine kleine Variante nachgebessert werden, etwa: Jedesmal, wenn man wegen Nahrungsmangel übersprungen wird, bekommt man 1 Nahrung. (Man geht im Wald sammeln, oder so.) | ||
Joka schrieb 25.10.2011 11:00:48 dazu:
@Schleppi:
Also vom Prinzip her fand ich das Spiel nicht schlecht. Aber es hat wirklich was von Cluedo, und das mit den Figuren war wirklich ein Manko, auch wenn es nicht allzu schwer war diese nach einiger Zeit zuzuordnen. (Zumindest von hinten) ;) Das was ich allerdings als Problem ansehe ist, dass man einmal am Zug ist und dann laaaange nicht, vor allem, wenn man Mitspieler hat, die immer ganz viel denken und knobeln kann sich das dann ganz schön in die Länge ziehen. Wenn man Raucher ist oder Besitzer einer Babyblase kann man dieses natürtlich ausnutzen, ansonsten sollte man das evtl. eher mit Leuten spielen, die ein bisschen spontaner handeln, damit es sich nicht unnötig in die Länge zieht oder gar langweilig wird für die so genannten Schnellspieler. Apropos: Spezielle Runde? Fass ich mal als Kompliment auf. ^^ Aber lustig wars auf jeden Fall! | ||
Schleppi schrieb 25.10.2011 15:10:02 dazu:
@Joka:
Jo, deshalb hat der Verlag auch 4-5 Personen als optimale Spielerzahl angegeben. Ich muss aber auch sagen, dass meine Züge im Schnitt maximal ca. 60 Sekunden gedauert haben. Daher denke ich mal ich weiß wen Du meinst :-) Zumindest konnte ich zur Hälfte des Spiels Tussi und Bitch auseinander halten! Ja, war als Kompliment gemeint. Und wenn ich nicht so oft Frage und Antwort hätte stehen müssen, wäre es noch spaßiger für mich gewesen ;-) Das Austeilen der Wolfskarte hätten wir uns aber echt sparen können... | ||
Joka schrieb 25.10.2011 15:35:36 dazu:
@Schleppi:
Jaha, Tussi und Bitch ist doch schon mal n Anfang, dann gabs noch Hütchen, Lämpchenträger der "Erleuchtete", der pfeilende Ellenbogenzeiger, die kleine Kante "M", die große Kante, die doch "R" war und den Kettenträger, der ja gar kein Priester war. Und der, der übrig blieb war dann "S". Jaha, jeder hat seine Rolle im Leben zu tragen. Ich habe halt die böse Seite gewählt. Fahre da bisher aber ziemlich gut mit. ^^ Ansich aber n schönes Spiel. | ||
Schleppi schrieb 25.10.2011 17:27:02 dazu:
@Joka:
Habe jetzt auf jeden Fall mal auf die Bases der Figuren die Zeichen mit schwarzen Stift nachgemalt. Mal schauen ob es dann besser geht. Denn auf Deine Erkennungskünste können wir uns ja ab nun nicht mehr verlassen ;-) | ||