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Am 27.10.2010 begann Schleppi in der Rubrik Aktivitäten eine Diskussion zum Thema

Spiel 2010 Eindrücke

Dazu gibt es bisher genau einen Beitrag.

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Schleppi schrieb 27.10.2010 15:26:57 dazu:

Hallo!

Die Messe ist um und sicherlich haben einige von uns viele neue Spiele entdeckt und evtl sogar kennengelernt. Was liegt also näher diese gewonnenen Eindrücke mal niederzuschreiben? Ich fange auch mal damit an ;-)

Gespielt am Donnerstag:

Luna (Hall Games)

Wolfgang, Markus und ich haben mit einer uns unbekannten Dame das neue Spiel von Stefan Feld gespielt. Ein Spiel welches viele Möglichkeiten bietet - vielleicht sogar zu viele? Man kann in seinem Zug eine Menge machen, was leider aber auch bei Grüblern zu langen Wartezeiten führen kann. Nach knapp der Hälfte der Spielzeit brachen wir die Partie ab und hatten genügend Eindrücke gesammelt.
Mir hat es ganz gut gefallen, jedoch hat es für einen Kauf nicht gereicht. Dazu würde ich gerne mal eine komplette Partie absolvieren. Für mich aber besser als Teil 1 dieser Serie "Vor den Toren von Loyang".

Die verbotene Insel (Schmidt Spiele)

Der Autor von Pandemie war mit diesem Spiel vertreten. Und tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Light-Version des letztjährigen Spiels. Alles in allem kam es mir sehr glücksabhängig vor und im Zweifel würde ich lieber zu Pandemie greifen. Markus und ich haben zusammen mit zwei uns unbekannten Frauen das Spiel auch knapp gewonnen, was es aber auch nicht reizvoller machte. Aus meiner Sicht ein schönes Spiel um es mit seinen Kindern zu spielen, aber nichts für eine reine Erwachsenen-Runde.

Ranking (Hans im Glück)

Auf dieses Spiel war ich vorher sehr gespannt. Susanne, Markus, Raimund, ich und ein weiterer weiblicher Gast haben uns dann an dieses Einschätzspiel gewagt. Hier gilt es immer zwei Gegenstände anhand einer vorher zufällig gezogenen Behauptung ("Was mögen Frauen lieber") zu vergleichen und zu bewerten. Das besser passende wird einen Rang nach oben verschoben das andere herunter. Dabei kann man allerdings argumentieren wie man möchte und somit auch den Anwesenden klar machen, dass Frauen sich mehr über Steinschleuder freuen als über einen Diamanten (Ja, nee is klar...)
Ziel ist es nämlich sein eigenes Plättchen möglcihst weit nach oben zu bekommen ohne dabei zu verraten welches einem gehört.
Vom Gefühl her ähnelt es sehr Spielen wie Dixit, Linq etc. Letztere würde ich aber wohl Ranking auch weiterhin vorziehen. Also für mich kein wirklicher Brüller, in der richtigen Runde kann es aber bestimmt ganz nett sein.

Jäger der Nacht (Kosmos)

Zum Abschluss haben wir es tatsächlich geschafft bei Kosmos einen Tisch zu bekommen. Okay, wir haben uns eigentlich bei einer Gruppe von 4 Mädels dazu gesetzt. Aber wie sich zeigen sollte war dies eine gute Entscheidung, denn Raimund, Markus und ich hatten in dieser Besetzung wohl den meisten Spaß.
Bei diesem Spiel spielen Vampire gegen Werwölfe und Menschen. Bei 7 Spielern müssen sich die beiden Vampire finden und die Werwölfe töten. Diese haben genau das entgegengesetzte Ziel. Die Menschen hingegen haben ein eigenes Ziel und spielen jeder für sich. Durch Würfeln besucht man verschiedene Orte an denen man Karten erhält um sich auszurüsten oder Informationen über die anderen Spieler zu bekommen. Am Ende seines Zuges kann man dann noch gegen benachbarte Spieler kämpfen und ihnen Schaden zufügen. Hat ein Spieler seine Grenze an Trefferpunkten überschritten stirbt er. Sind alle Werwölfe tot gewinnen die Vampire und anders herum. Die Menschen müssen Gegenstände sammeln oder meucheln was das Zeug hält um zu gewinnen.
Wie schon anfangs erwähnt hatten wir viel Spaß in dieser Runde und nach der ersten Partie folgte gleich eine zweite. Daher ganz klar Daumen hoch für dieses Spiel!

Gespielt am Freitag:

Freitag hatte ich Elias mit zur Messe und daher stand dieser Tag eher im Zeichen der Kinderspiele. Hier war es bedeutend einfacher einen Tisch zu bekommen. Hier ist es natürlich schwer etwas über die Spiele zu sagen. Elias hatte am meisten Spaß mit den Spielen "Diego Drachenzahn", "Krakenalarm" und "Voll in Fahrt". Da ich bei letzterem mit ihm einer Meinung war, wurde dies dann auch in die Einkaufstüte gepackt...

Gespielt am Samstag:

Dank Stefan, der eine Ausstellerkarte hatte, konnten er, Sabine, Raimund und ich am Samstag gleich morgens einen Tisch bei Kosmos bekommen. Dort haben wir dann auch laaaange gesessen (bis ca. 15:00 Uhr).

Der Pate(Kosmos)

Als erstes haben wir das neue Spiel von Michael Rieneck ausprobiert. Hier versucht man Geschäfte so zu besetzen das man möglichst hohe Einkommen erzielt. Gesteuert wird hier alles über Würfel die aber recht tricky verwendet werden. So muss man sich jede Runde für einen von 4 Würfel entscheiden und damit eine Aktion ausführen. Während es am Anfang nur um die Zahl des Würfels geht, ist nachher auch die Farbe wichtig. Ein interessanter Mechanismus der seinen Reiz hat.

Ein Spiel mit Ärgerpotential und einer Menge Entscheidungen die man treffen muss. Nach einem Spiel wage ich hier noch keine Einschätzung. Aber ich bin gerne bereit es noch mal zu spielen und die Chancen stehen nicht schlecht das es mir gefallen würde.

Schwarzer Freitag (Kosmos)

Friedemann Friese hat nun auch bei Kosmos ein Spiel rausgebracht. Hier geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um Aktienkurse. Bei der Regel dieses Spiels hatte ich ehrlich gesagt so meine Probleme. Bis ich einigermaßen verstanden hatte worum es hier geht war das Spiel schon im vollen Gange. Letztendlich war es dann gar nicht so schwer, man kauft Aktien einer Farbe was den Kurs dieser Farbe beeinflusst. Nach einem ausgeklügeltem System (manche werden auch sagen "chaotisch") wird Bedarf bzw. Nachfrage erzeugt und somit steigen und sinken die Kurse. Man muss versuchen günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen.

Ob dies aber wirklich planbar ist schien mir zumindest zweifelhaft. Witzig sind die schwarzen Aktien die mit zunehmender Spieldauer vermehrt ins Spiel kommen. Diese bewirken nach und nach den Verfall der Kurse und plötzlich sinken alle in den Keller. Genau anders herum läuft es mit dem Silberpreisen. Dieser steigt immer schneller und daher gilt es sich rechtzeitig mit diesem Siegpunkt-Produkt einzudecken.

Mir war das Spiel auf jeden Fall nicht intuitiv genug und denke das es nichts für meine Sammlung ist. Trotzdem würde ich auch hier noch mal eine Partie wagen um dies zu überprüfen.

High Five (Kosmos)

Definitiv zu keiner weiteren Partie wird es von High Five kommen. Dieses einfache Legespielchen hat mich doch sehr kalt gelassen. Man legt Zahlen an ein Raster an und versucht dadurch punktträchtige Pokerkombinationen zu bekommen. Völlig glücksabhängig und unplanbar. Nichts für mich...

Nun waren wir eigentlich durch mit den Kosmos-Spielen und da Tanja und Astrid samt Kinder den Tisch gerne haben wollten, haben wir uns auf ein Ablösungsspiel "Jäger der Nacht" geeinigt.

Dann sind wir alle erst mal getrennte Wege gegangen und ich konnte noch eine Partie....

Fürstenfeld (2F Spiele)

spielen. Da eine Mitspielerin einer laufende 5er Runde keinen Spaß mehr hatte, konnte ich mich unerwartet einklinken. Bezeichnend war das ich sofort im Spiel war da die Regeln doch sehr einfach und intuitiv waren. Jeder hat einen Stapel von 26 Karten mit Gebäuden die entweder Rohstoffe, Geld oder andere Vorteile bringen.
Rohstoffe kann man an Brauereien verkaufen um damit Geld zu bekommen und die Kurse (hat Friedemann etwa ein Faible für Aktien???) zu beeinflussen. Geld wiederum brauche ich um Gebäude bauen zu können. Das verzwickte an dem Spiel ist nun aber das jeder nur 6 Bauplätze auf seinem Fürstenfeld hat. Um zu gewinnen muss man aber alle 6 Palastteile gebaut haben. Soll heissen wo ein Palastteil liegt, kann nichts mehr produziert werden. Es gilt also den richtigen Zeitpunkt zu finden an dem man auf Palastteile umschwenkt. Dies erinnert vom Gefühl her ein wenig an Dominion mit den Provinzen. Auch der Kartenstapel unterstützt diese Wahrnehmung. Die Karten die ich diese Runde nämlich nicht bauen möchte, wandern wieder unter den Nachziehstapel und kommen später wieder.
Ein erfreulich schnelles und schönes Spiel wo sich nur zeigen muss ob es auch wirklich mehrere Wege zum Sieg gibt. Ich bin da mal optimistisch und habe es mir mit nach Hause genommen.

Weitere Spiele die ich mir aufgrund von Erklärungen noch mitgenommen habe:

7 Wonders (Repos)

Ein Zivilisationsaufbauspiel mit verblüffend einfachen Regeln und kurzer Spieldauer. Das was die Belgier aus ein paar Karten gemacht haben finde ich erstaunlich - für mich ein Pflichtkauf (hoffentlich auch noch nach der ersten richtigen Partie).

Troyes (Pearl Games)

Dieses Spiel hatte ich schon vor der Messe auf der Liste und nach den ersten guten Kritiken konnte ich dann nicht widerstehen. Durch den raffinierten Einsatz von Würfeln muss ich versuchen wichtige Ämter in einer mittelalterlichen Stadt zu besetzen und Siegpunkte zu generieren. Ich hoffe es hält was es für mich verspricht...

1655 - Habemus Papam (DDD-Verlag)

Eine Überraschung für mich war dieses nette Kartenspiel. Nach einer Erklärung war ich ganz angetan von diesem eigentlichen Versteigerungsspiel. Jede Runde liegen 4 Karten aus die mit Diamanten ersteigert werden. Diese Karten bringen Aktionen oder Stimmen für die Papstwahl am Ende des Spiels. Wer am Ende die meisten Stimmen sammeln konnte ist Past! Oder besser, er gewinnt das Spiel.

Nürnberg - Stadt der Zünfte (Huch)

Ein absoluter Blindkauf war dann dieses Spiel. Ich hatte es vorher auf dem Zettel, konnte es aber nicht testen oder mir näher anschauen. Hier bin ich einfach gespannt und warte ab was das erste Spiel bringt.

So, das war es von meiner Seite zur Spiel 2010. Jetzt bin ich erst einmal gespannt darauf die neuen Spiele ausgiebig zu testen. Na dann mal los!

P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! (Habe jetzt keine Lust mehr auf Nachkontrolle) ;-)