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Am 22.10.2011 begann Jost aus Soest in der Rubrik Aktivitäten eine Diskussion zum Thema

Spiel 2011 - Eindrücke

Dazu gibt es bisher 3 Beiträge. Der letzte Beitrag erfolgte 24.10.2011 17:28:19.

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Jost aus Soest schrieb 22.10.2011 11:31:36 dazu:

Da ich mir heute frei vom samstäglichen Messe-"Stress" nehme, hier schonmal meine ersten Eindrücke...

Erstmal war es in den Hallen bei weitem nicht so voll, wie sonst - Ferienplanung sei dank! :o)

Zum weiteren habe ich bisher keinen Überflieger entdeckt, der mich besonders umhaut. Es gab aber viele schöne, nette und interessante Spiele. Mal sehen, was für Perlen sich da noch rausschälen...

Mein bisheriger Tipp für alle Antike-Freunde ist "Casus Belli", eine 2-Spieler-Erweiterung, welche auch in Mehrspielerpartien wieder frischen Pepp in ggf. eingefahrene Strategien bringt.


Die Messe in Bild und Text

Dieses Jahr versuche ich ja auch, "live" mittels Smartphone von der Messe zu Berichten. Je nach Empfangssituation - leider stand es gerade zur Neuheitenshow am Mittwoch sehr schlecht darum :o( - gibt es erste Eindrücke und Fotos von allen Spielen, welche ich auf der Messe ausprobiert habe.

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In all diese Kurzberichte könnt ihr übrigens (ohne sich irgendwo anmelden zu müssen) hier einsehen:
"Jost #spiel2011" auf Google+


Und was sind eure Erfahrungen?

Habt ihr schon einen speziellen Spiele-Favoriten ausgemacht?
Erzählt doch mal von euren Eindrücken!
Was habt ihr schönes mitgebracht?

Und vergesst nicht unser quasi traditionelles Après-Spielemesse-Essen!
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Boemmel schrieb 23.10.2011 19:35:55 dazu:

Moinsen,

an den beiden Tagen (Donnerstag & Samstag), an denen ich vor Ort war konnte ich folgendes anspielen:

-Essence "Das Erkennungsspiel" (Verlag: Edition Essence - Vertrieb Spieltrieb)
Hierbei handelt sich um ein Einschätzungs-/Kommunikationsspiel, bei dem es aber nicht (wie bei anderen Spielen dieser Gruppe) um evtl. unangenehme Themen geht, sondern eher um positive Eigenschaften und Werte von Menschen. Trotz des interessanten Themas konnte es mich nicht restlos überzeugen, was vielleicht aber auch an dem Messetrouble drum herum lag

- Hawai (Verlag: Hans im Glück)
Man hat verschiedene Typen von Häusern und anderen Plättchen, aus denen man Dörfer bauen muss. Um diese zu kaufen, muss man erstmal dahin gehen, was Bewegungspunkte "Füße" (wie bei Pantheon) kostet. Alle Gebäude/Plättchen haben einen bestimmten Nutzen.
Es gibt viele Möglichkeiten Punkte zu machen und so sind die Strategien vielfältig. Zudem gibt es bei jedem Spiel eine andere Startaufstellung, sodas immer etwas Abwechslung gegeben ist.
Für wieder ein richtig gutes HiG-Spiel, denn von Pantheon war ich nicht ganz so begeistert, wie von Hawai.

-Santiago de Cuba (Verlag: Eggert)Man fährt mit einem Auto im Kreis herum und gelangt so zu unterschiedlichen Persönlichkeiten (bekannt aus Cuba und Havanna) die einem etwas ermöglichen. Jeder dieser Personen ist zudem eine Farbe zugeteilt. Zu jeder Farbe gibt es noch 3 Häuser. Landet man also bei einer Person der gelben Farbe, dann nutzt man die Person und darf sich noch eine Aktion aus den 3 gelben Häusern aussuchen. So sammelt man Rohstoffe, Geld und Siegpunkte. Die Rohstoffe wiederum werden benötigt, das im Hafen liegende Schiff zu beladen.
Alles im allen ein lockeres Spiel zum Anfang oder zum Ende eines Spieleabend, bei dem ich gerne mitspiele.

-"The City"(Verlag: Amigo)
Race for the Galaxy in der einfachen Variante. Kleines nettes Spiel, gut geeignet als Absacker. Für den Preis sehr zu emphelen, wenn man Kartenspiele mag, die einen gewissen Glücksfaktor habe.

-"Rio D'Oro" (Verlag: Amigo)
Man muss Edelsteine über eine wackelige Brücke bringen. Mittels Würfel wird die Zugweite ermittelt, aber auf der Brücke gibt es morsche Planken. So kann man Edelsteine verlieren, wenn man auf so eine Planke kommt. Sehr glückbetont, eher was für Kinder.

-"Quebec" (Verlag: Le Scorpion Masqué - Vertrieb:Asmodee)

Jeder Spieler besitzt einen Architekten. Damit eröffnet man den Bau von Gebäuden. In solche Gebäue können von allen Mitspielern (incl. der Spieler, der mit dem Architekten den Bau eröffnet hat) eine vorbestimmte Anzahl von Arbeitern (= eine Gruppe) platzieren. Auf jedes eröffnete Gebäude können maximal 3 Gruppen gesetzt werden. Der Spieler, dessen Architekt dort steht, dem steht es aber frei, auch schon nur bei einer Gruppe, das Gebäude fertigzustellen. Dann bekommt er aber weniger Siegpunkte zum Schluss. Ein Gebäude mit einer Gruppe bringt 1, mit 2 Gruppen 2 und mit 3 Gruppen 3 Siegpunkte.
Jedes Gebäude ist einer Farbe zugeordnet. Jede Farbe hat einen seperaten Bereich auf dem Spielfeld. Dorthin werden die in dem Gebäude platzierten Arbeiter gelegt.
Sind eine bestimmte Anzahl von Häusern gebaut endet die Runde und es erfolgt eine Wertung. Nun werden auf den seperaten Farbfeldern die Arbeiter gezählt und man erhält dafür die Siegpunkte. Der Spieler, mit dem meisten Arbeitern im Gebiet hat noch einen Vorteil: Die Hälfte (abgerundet) seiner Arbeiter wandern in das nächste zu wertende Gebiet und geben ihm dort nochmal Siegpunkte und helfen evtl. dort wieder die Mehrheit zu bekommen und wieder einen Teil der Arbeiter wandern zu lassen.
Man spielt insgesamt 4 Runden. Es gibt auf dem Feld sowie 5 Sonderkarten mit speziellen Funktionen, die einem ermöglichen Siegpunkte zu machen oder Arbeiter zu verschieben.
Eigentlich ein schönes Spiel, aber dadurch das man die Wertung am Ende doch eher wenig beeinflussen kann (ja ich höre schon wieder die Worte der Rechengenies - aber das ist mir zuviel zu rechnen) für mich ein Spiel bei dem ich zwar mitspielen würde, aber es mir nicht kaufen werde.

-"Kingdom Builder" (Verlag: Queen)
Das neue Spiel von Autor von Dominion. Ein nettes "wo setze ich meine Häuser ein"-Spiel mit vielen Variationsmöglichkeiten, da man aus mehreren Spielplänen, Siegebedingungen und Zusatzaktionen für jedes Spiel eine neue Ausgangssituation schaffen kann. Wer es mag, mir hat es nicht so gefallen.

Dann zu zwei Spielen, die ich lieber nicht test-gespielt hätte:
1. Ein Mann, ein Spiel (Süddeutsche Zeitung)
Ein Spiel mit einer "Zeitmaschine", die man sich getrost hätte schenken können. Mehr
2. "Tante Trudels Trödel" (Verlag: Zoch)
Aus einer Menge von unterschiedlichen kleinen Holzteilen werden zu beginn 3 ausgwählt. Die anderen Teile sind auf dem Spielbrett verteilt und man zieht mittels eines Würfels um dieses herum und sammelt so viele Teile ein, wie man meint zu benötigen. Ziel ist es, weniger zu wiegen als die drei vorher ausgewählten Teile. Derjenige, bei dem die Gewichtsdifferenz an kleinsten ist gewinnt. Gewogen wird mit einer im Spiel beiliegenden Balkenwaage.

So, dass sind meine erste Eindrücke.
--
Gruß
Stefan
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Schleppi schrieb 24.10.2011 17:28:19 dazu:

Jo, auch ich möchte mal meinen Senf dazu geben ;-)

Testen konnte ich dieses Jahr leider nicht so viel da ich nur 2 Tage in Essen war und auch kaum mal einen freien Tisch gesehen habe...

Wir waren aber bei Zoch/Noris:

Kalimambo

Völlig unberechenbares Rundlaufen und versuchen dabei möglichst nicht in die Scheiße zu laufen oder von einem Nashorn auf die Popo-Hörner genommen zu werden. Klingt lustig - ist es aber nicht! Zumindest nicht für meinen Geschmack, aber für Kinder bestimmt ein Spaß!

Aquilea

Typisches Worker-Placement-Spiel welches in Zeiten vor Caylus sicherlich einige hätte aufhorchen lassen. Aber aufgrund der aus meiner Sicht schlimmen Grafik, und der Tatsache das es wenig bis nichts Neues bietet, ist auch dieses Spiel bei mir durchgefallen.

Ansonsten konnte ich "nur" noch das Spiel "Sidibaba" von Hurricane testen. Und das sogar 2 x. Daran erkennt man wahrscheinlich schon das es mir gut gefallen hat :-) Es ist mal etwas erfrischend anderes. Bis zu 7 Spieler können hier in Echtzeit versuchen in einem Labyrinth den Weg zu einem Schatz und wieder heraus zu finden. Ein Spieler fungiert dabei als böser Räuberhauptmann und muss genau dies verhindern.

Blöd nur das eben nur dieser das Labyrinth sehen kann während die Gruppe ziemlich blind durch die Gänge irrt. Es ist einfach herrlich als Hauptmann zu sehen wie die Gefährten schnurstracks an einem rettenden Ausgang vorbei und in eine Sackgasse laufen :-)

Damit sind wir auch bei den Titeln angelangt die den Weg in meine Einkaufstüte gefunden haben:

Sidibaba

011

Ein Deduktionsspiel aus Italien auf das ich erst durch Jost seinen Blog gestoßen bin und das ich mir in Essen kurz habe erklären lassen. Man muss aus 8 Personen den 1 Auserwählten herausfinden, den genauen Ort einer Orgel finden und schließlich auf dieser eine Melodie aus 15 Noten abspielen um das Spiel zu gewinnen. Dumm nur das auch hier einer der maximal 6 Spieler zur Mitte des Spiels die Rolle wechselt und versuchen muss genau diesen Auserwählten zu töten ;-)

King of Tokyo

Eine lustige und kurzweilige Würfelei in der es darum geht die anderen Monster zu besiegen oder sich als King of Tokyo aufzuschwingen indem man selbige Stadt verwüstet. Eine nette Würfel-Keilerei in guter alter Godzilla-Thematik.

Quarriors

Dominion als Würfelspiel. Man bildet sich kein Kartendeck sondern ein Würfeldeck. Dabei finden untereinander auch ständig Kämpfe statt, was es interaktiver als seinen großen Bruder macht.

Feudalherren

Eher ein Blindkauf war dieses Spiel kurz vor Toreschluß. Im Prinzip ein glücksbetontes Strategiespiel wo einem das Glück gehörig in die Suppe spucken kann. Ob es was ist? - Mal sehen...

The City

Lockeres Kartenspiel in Race for the Galaxy Manier. Gut als Einstiegsdroge für diese Spiele...

So weit erst einmal meine Eindrücke.